Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen

Eine von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) organisierte Kampagne.



Auch wenn zahlreiche Faktoren zur psychischen Gesundheit und zum geistigen Wohlbefinden von Arbeitnehmern beitragen, ist bewiesen, dass die Arbeitsumgebung hierbei eine wesentliche Rolle spielt. In einer guten psychosozialen Umgebung kann Arbeit die psychische Gesundheit von Arbeitnehmern fördern, da sie ihnen verstärkt das Gefühl verleiht, in die Gesellschaft eingebunden zu sein, das Selbstwertgefühl und Ansehen erhöht, Entwicklungschancen bietet und das Selbstvertrauen fördert. Umgekehrt kann sich eine schlechte psychosoziale Arbeitsumgebung negativ auf die Gesundheit von Arbeitnehmern auswirken.
Aufseiten der Unternehmen äussern sich die schädlichen Wirkungen u. a. in einer allgemeinen schlechten Unternehmensleistung, mehr Fehlzeiten, „Präsentismus“ (Arbeitnehmer, die im Krankheitsfall zur Arbeit erscheinen, obwohl sie nicht ihre volle Leistung erbringen können) sowie in höheren Unfall- und Verletzungsquoten.

Ziel dieser Kampagne ist es, das Verständnis der Thematik zu verbessern und Wissenslücken zu schliessen, indem Arbeitnehmern und Arbeitgebern Unterstützung und Orientierungshilfen geboten und praktische, benutzerfreundliche Instrumente zur Verfügung gestellt werden. Arbeitsbedingter Stress ist eine Unternehmensangelegenheit und kein persönlicher Fehler.
Aufseiten der Arbeitgeber verfolgt die Kampagne das Ziel, diese davon zu überzeugen, dass ihre gesetzlichen Verpflichtungen für ein erfolgreiches Unternehmen und die langfristige Bindung einer motivierten und gesunden Belegschaft massgeblich sind und dass das Management von Stress und psychosozialen Risiken unternehmensweite Massnahmen verlangt.

1. Veranstaltung

Die Schweizerische Tagung für Arbeitssicherheit (STAS 2014) fand am Donnerstag, 23. Oktober 2014, im Kultur- und Kongresshaus Luzern statt.

Tagungsthema: Psychosoziale Risiken - ein Unfallrisiko?


Informiert wurde über:

  1. Frühzeitiges Erkennen, wenn die Mitarbeitenden am Limit laufen
  2. Möglichkeiten, wie Stress und Überlastung und damit das Unfallrisiko reduziert werden können ohne an Konkurrenzfähigkeit einzubüssen
  3. Wege und Lösungen, die Sie im Unternehmen in die Praxis umgesetzen können

Link zu den Referaten

2. Informationsmittel und Weiterbildungsangebote

Informations- und Hilfsmittel zum Umgang mit psychosozialen Risiken

Film (DVD)

Napo in…Stress lass nach
Stress am Arbeitsplatz macht krank und kann gesundheitliche und finanzielle Folgen haben. Leider steigt die Zahl von stressbedingten Arbeitsausfällen stetig.
Das weiss auch Napo: In „Stress lass nach!“ identifiziert er auf seine humorvolle Art und Weise die häufigsten Auslöser von arbeitsbedingtem Stress, wie zum Beispiel überhöhte Arbeitsanforderungen, ungenügende Kontrollmechanismen, ständiger Druck, respektloses Verhalten, Veränderungen und widersprüchliche Anweisungen. Das kann zu Burnout, schlechter Motivation und verminderter Arbeitsleistung führen und damit viel Geld und Nerven Kosten. Er eignet sich auch für fremd-sprachige Mitarbeitende, weil nicht mit Sprache kommuniziert wird, sondern mit Bildern und Geräuschen.

Projekte und Kampagnen

3. Stand der Technik

  • Wegleitung zu den Verordnungen 3 und 4 zum Arbeitsgesetz Anhand praktischer Beispiele erläutert diese Wegleitung die Bestimmungen der Verordnungen 3 (Gesundheitsvorsorge) und 4 (Industrielle Betriebe, Plangenehmigung und Betriebsbewilligung) zum Arbeitsgesetz. Sie richtet sich an Vollzugsbehörden wie auch direkt betroffene Unternehmer, Architekten, Planer und weiteren Fachpersonen. Bezugsquelle: SECO
  • Die Wegleitung durch die Arbeitssicherheit. Die Wegleitung der EKAS durch die Arbeitssicherheit ist die Erläuterung der Vorschriften über die Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten. Bezugsquelle: EKAS

4. Facts & Figures

Überblick über die Publikationen der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
Das ist der Link auf den gesamten Überblick. Bezugsquelle: EU-OSHA

Publikationen zur Kampagne der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
Das ist der Link auf die spezifischen Publikationen zur Kampagne. Bezugsquelle: EU-OSHA

Die folgenden Publikationen betreffen das Thema psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz besonders:

  1. Zusammenfassung: Psychosoziale Risiken in Europa: Prävalenz und Präventionsstrategien
  2. Psychosocial risks in Europe: Prevalence and strategies for prevention
  3. Calculating the cost of work-related stress and psychosocial risks
  4. E-fact 76: Wellbeing at work: creating a positive work environment
  5. Wellbeing at work: creating a positive work environment
  6. Drivers and barriers for psychosocial risk management: An analysis of the findings of the European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks (ESENER)
  7. Management of psychosocial risks at work: An analysis of the findings of the European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks (ESENER)
  8. Factsheet 102 - Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz - Zusammenfassung eines Berichts über gute praktische Lösungen
  9. Management of occupational safety and health: An Analysis of the findings of the European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks (ESENER)
  10. Management of occupational safety and health - An Analysis of the findings of the European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks (ESENER) - Technical report annexes 1 and 2
  11. Executive summary: Current and emerging occupational safety and health (OSH) issues in the healthcare sector, including home and community care
  12. Current and emerging occupational safety and health (OSH) issues in the healthcare sector, including home and community care
  13. Summary - New risks and trends in the safety and health of women at work
  14. New risks and trends in the safety and health of women at work
  15. Mainstreaming gender into occupational safety and health practice

Alle Bezugsquelle: EU-OSHA

5. Links

Der "FocalPoint Schweiz" betreut diese Seite und trägt für deren Inhalt die Verantwortung. Fragen und Anregungen zu ihrem Inhalt richten Sie bitte an: eduard.brunner@seco.admin.ch